Endschleife mit geschützter Ausgleichsfläche
So sah es an der Merzhauser Straße hinter der Höllentalbrücke noch im Mai 2002 aus
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Endschleife der Stadtbahn
Viele Pläne für die Endschleife
Die VAG bestand auf einer Schleife an der Endhaltestelle in Vauban. Wegen des großen Flächenverbrauchs gab es dazu Kritik von seiten des Bürgervereins, aber auch von seiten der Stadtplanung. In ferner Zukunft soll die Linie weiter nach St. Georgen verlängert werden.* Dann gäbe es eine Chance, die Fläche wieder naturnah umzugestalten. Allerdings gibt es für das Areal auch noch einen anderen Nutzungsbedarf: Vauban sollte einen Regionalbahn-Haltepunkt erhalten. Dieser hätte schon längst zur Fertigstellung des Stadtteils realisiert sein sollen – doch der Hauptakteur für dieses Projekt heißt Deutsche Bundesbahn. Bei der DB hat zunächst aber die Planung zum Ausbau der Rheintalbahn zur Hochgeschwindigkeitsstrecke und der Bau von Gleis drei und vier Priorität. Nach Vorlage der Planungsunterlagen ist zu entnehmen, daß der Haltepunkt nun weiter westlich hinter der Innsbrucker Straße eingerichtet werden soll.
Interessant ist folgender Aspekt: Die Grünfläche in der Endschleife der Stadtbahn gilt als
Ausgleichsfläche für die im Zuge des Straßenbahnbaus gerodeten Gehölze (siehe unten!) an der Merzhauser Straße. Ob dieses Stück extensiv gepflegter Halbtrockenrasen in einer Verkehrsinsel mit einem Buchengehölzsaum ökologisch gleichzusetzen ist, das ist eine andere Frage.
Auf dem westlichen Teil der Grünfläche wurde 2007 ein Bolzplatz mit Kunststoffbelag und
Drahtgitterumzäunung angelegt.
Auch umweltfreundlicher Verkehr sorgt manchmal für harte Eingriffe in die Natur
Manchen ist der Anblick noch bekannt: Ein mächtiger, etwa hundert Meter langer Saum von Buchen an der Merzhauser Straße zu Fuße des Lorettoberges, nördlich der Höllentalbahn-Brücke. Nicht nur für das Stadtklima hatten die Bäume einen sehr positiven Einfluss, auch die Bindung von Staub durch das Laub war nicht zu unterschätzen. Der Buchensaum war ebenfalls ein Lebensraum für Vögel und Insekten.
Bebauungspläne ad acta gelegt
Am Ende seiner Amtszeit überraschte der damalige grüne OB Dieter Salomon das Quartier mit dem Vorschlag, in der Wendeschleife einen großen Wohnblock zu bauen. Anwohnende zusammen mit dem Stadtteilverein Vauban protestierten heftig gegen die Zubauung des Grünraumes und hatten Erfolg. Die hohen Finanzierungskosten hätten eh nur hochpreisigen Wohnraum ermöglicht und die Streichung der Ausgleichsfläche wäre juristisch nur schwer durchsetzbar gewesen. So haben sich OB und Gemeinderat von diesem Projekt glücklicherweise verabschiedet! In Artikeln im info Vauban Nr. 39-42 sind die Ereignisse nachzulesen.
* Der Bürgerverein in St. Georgen hat sich engagiert für den Weiterbau der Stadtbahnlinie eingesetzt. Ab den 20er Jahren wurde aber deutlich, daß es dafür im Gemeinderat keine Mehrheit mehr geben wird (siehe auch info Vauban Nr. 41).
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