
Protest gegen die Zubauung des Eingangsbereiches von Vauban
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Übersicht ausgewählter Beispiele zu Fehlplanungen im Modellstadtteil
vom 04.03.2010, geändert 22.01.2011
Bei den hier angeführten Beispielen sind die Ursachen der beschriebenen Fehlplanungen nicht im nachhaltigen und zukunftsweisenden Konzept Vaubans angelegt, es handelt sich durchweg um Fehlplanungen, wie sie woanders in der Stadtentwicklung auch vollzogen werden, oder vollzogen werden könnten.
Sinn dieser Aufstellung ist es, die Fehlplanungen aufzuspüren, sie zu analysieren und, wenn möglich, zu zeigen, wie es besser gemacht werden könnte. Eine Fehlplanung wiederum ist es eigentlich auch, daß eine Evaluierung des Vauban-Projektes nicht von Anfang an ins Auge gefaßt wurde. Längst wäre es an der Zeit, drängende Fragen unter wissenschaftlichen Standards zu erörtern. Das
fordert z.B. auch der Stadtteilverein Vauban – bisher wurde aber der Vorschlag leider noch nicht aufgegriffen.
Was ist der Nutzen? Man kann es mit einem Bild verdeutlichen: Mit der
Realisierung des Modellstadtteils Vauban wurde die Saat ausgebracht.
Jetzt wäre es schon längst Zeit gewesen, die Ernte einzuholen!
Vauban-BewohnerInnen wissen die Vorteile zu schätzen
Aber die Verantwortlichen in der Stadt haben das Ernten versäumt
oder es fehlt ihnen der Blick, die Früchte zu erkennen. Die
Früchte genießen, das wissen viele Vauban-BewohnerInnen zu
schätzen: Das sind vor allem die verkehrsberuhigten Wohnareale mit
sicheren Räumen für Kinder, das ist auch der Lifestyle
Vaubans, zu dem die spezielle Art des nachbarschaftlichen
Zusammenlebens zählt, das sind all die Einrichtungen wie das Stadtteilverein Vauban, der Marktplatz, der
Kinderabenteuerhof
oder die Grünspangen mit ihren vielen Möglichkeiten der Nutzung. Nicht
zu vergessen die Bürgerbeteiligung, die viele dieser Prozesse und
Konzepte erst angeschoben hat.
Das Konzept Vauban weiterentwickeln!
Ein Modellstadtteil darf nicht in statischer Ruhe dahindämmern.
Das Konzept 'Vauban' ist in die Jahre gekommen. Im Niedrigenergiestandard zu bauen war in den neunziger
Jahren als Umweltstandard zukunftsweisend, heute ist die Plusenergiebauweise der Maßstab.
Von einem Modellkonzept muß man erwarten, daß es flexibel
auf die Erfordernisse der Zeit reagiert und daß es angepaßt
und weiterentwickelt werden kann. Das aber wurde für Vauban
verschlafen. Noch ist der internationale Besucherandrang in Vauban
hoch, noch kann das Modell auf der EXPO präsentiert werden. Aber
bald wird sich herumgesprochen haben, daß hier ein alter Hut
verkauft wird. Schon heimsen die Preise für zukunftsfähige
und ökologische Stadtentwicklungen andere Städte ein.
Freiburg fällt zurück und wird überholt. Es ist
höchste Zeit, daß sich die Politik der Aufgabe bewußt
wird und die Weichen anders stellt!
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