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Infos aus Freiburgs Modellstadtteil Vauban zum nachhaltigen Leben



Zur Diskussion gestellt


Weg in die Sackgasse
Viele Jahre floß der Verkehr wie in den anderen Wohnhenkeln auch, relativ ruhig um das ganze Carrée. Das ist seit 2007 anders. Damals hat das Tiefbauamt die Vorgaben des Bebauungsplans umgesetzt, die Heinrich-Mann-Straße als Sackgasse einzurichten. Und das gegen den ausdrücklichen Willen der Mehrheit der AnwohnerInnen, die per Brief und Unterschriftenliste für die Beibehaltung der alten Praxis votierten.

Unnötige Wendemanöver
Am Marktplatz, vor dem Haus Nr. 24, ist seither Schluß. Der Abschnitt zwischen Marktplatz und der Zufahrt zur Heinrich-Mann-Straße ist "abgepollert" und als Fußgängerzone ausgewiesen. Alle Fahrzeuge müssen nun den gleichen Weg, den sie gefahren sind, wieder zurück. Zum Wenden gibt es eine Wendeplatte, PKW rangieren meist aber vorher schon in der ersten Kurve, was mehr Lärm, mehr Abgase, mehr Unsicherheit für die Spielstraße bedeutet. Probleme haben LKW, wie die Müllabfuhr, oder große Umzugswagen. Wenn dann auch noch der Wendeplatz durch Falschparker blockiert ist, bleibt als Option nur noch das Einlegen des Rückwärtsgangs. Anwohner haben schon einige Male Fahrer beobachtet, die beim Handy-Telefonat zurückgesetzt haben und nur auf das "Piep-piep" und den Rückspiegel vertraut haben – ohne jeglichen Helfer, der hinten absichert. Zum Glück ist bisher noch nichts passiert, gibt es doch auch spielende Kinder auf der Straße, die aufgrund des Alters oder einer Behinderung das "Piepen" nicht als Herannahen einer Gefahr interpretieren können.

Konzept mit Störungen
Tiefbau- und Stadtplanungsamt weisen alle Argumente der Anwohner für eine Öffnung der Straße vehement zurück. Man hängt dort an einem idealisierten Bild einer durchgängigen Fußgängerzone vom Marktplatz bis zur Astrid-Lindgren-Straße. Die Freigabe des kurzen Abschnittes für den Verkehr sieht man als Störung des Konzeptes an. Dabei ist die Störung im Konzept selbst angelegt. Bei der Heinrich-Mann-Straße entfiel die zweite Zufahrt, wie sie sonst bei allen anderen Wohnhenkeln vorzufinden ist. Die Sackgasse war dann konsequenterweise das Ergebnis dieser ersten Fehlplanung. Und was das Konzept einer störungsfreien Fußgängerzone angeht – das hat die Planung nicht vermocht zu realisieren. Denn alle Zufahrten zu den nördlichen Wohnhenkeln geschehen durch kreuzende Tempo-30-Straßen, zusätzlich gibt es streckenweise auch Lieferverkehr! Es ist nicht nachvollziehbar, daß einerseits diese Unterbrechungen der Fußgängerzone in Kauf genommen werden, aber andererseits ein kurzer Abschnitt mit Schrittempo-Verkehr nicht akzeptabel sein soll?

Straße wieder öffnen!
Fast vier Jahre haben die AnwohnerInnen nun die Sackgassen-Lösung erlebt. Es läßt sich feststellen, daß sie sich nicht bewährt hat. Sie führt zu mehr Verkehr und zu mehr Unruhe in der Straße. Deshalb sollte diese Lösung verworfen werden und die Straße wieder wie früher geöffnet werden. Es wird für Vauban demnächst nur noch eine Bebauungsplanänderung geben. Da ist es wichtig, daß die Angelegenheit mit der Heinrich-Mann-Straße dort neu geregelt wird.

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